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Geschichte des Jiu-Jitsu:

Jiu-Jitsu / Ju-Jitsu wurde vom altjapanischen Schwertadel der Samurai entwickelt. Die Ursprünge liegen, wie alle anderen alten japanischen Kriegskünste, weit über 1000 Jahre zurück. Hier ist eine Auswahl der wohl bekanntesten Jiu-Jitsu / Ju-Jitsu Ryu (Schulen): Kito-Ryu, Takeuchi-Ryu, Yoshin-Ryu, Tenjin Shinyo-Ryu, Yawara-Ryu, Daito-Ryu und Hakku-Ryu.

Wie kam Ju-Jitsu nach Europa?

Mitte des 19. Jahrhunderts öffnete Japan seine Grenzen nach über 200 Jahren Isolation und schon gegen Ende desselben Jahrhunderts kamen die ersten japanische Offiziere und Studenten nach Europa und mit ihnen auch das Judo und Jiu-Jitsu, die sich vor allem in Deutschland und England rasch ausbreiteten.

Erich Rahn, einer der ersten Deutschen, welcher Jiu-Jitsu / Ju-Jitsu ausübte, bezwang diverse Ringer und Boxer und verblüffte die damalige Sportwelt mit diesen bis dahin noch unbekannten Techniken aus Japan. in der Zwischenzeit wurde das Jiu-Jitsu / Ju-Jitsu in Europa an unsere Kultur angepasst und zu einem europäischen Selbstverteidigungs-System entwickelt.

Demonstration von Lieselotte u. Erich Rahn

IU/ JU = sanft, weich, flexibel
JITSU = Kunst, Technik
 


 

 

 

 

 

Jiu Jitsu ist eine der ältesten Kampfkünste Japans. Es zählt zu den nachgebenden Stilen und kann bis in die Zeit um ca. 1600 zurückverfolgt werden. Jiu (auch ju) bedeutet nachgeben oder ausweichen, Jitsu Kunst oder Kunstgriff. Ihr Ziel ist es einen bewaffneten, unbewaffneten oder auch mehrere Angreifer abzuwehren und unter die eigene Kontrolle zu bringen und ihm dabei nur soviel Schaden zuzufügen, wie unbedingt zu seiner Abwehr erforderlich ist. Entwickelt wurde es von den Samurai, den japanischen Rittern, die es zur Verteidigung auf den mittelalterlichen Schlachtfeldern benutzten, wenn Schwert und Lanze gebrochen waren.

Obwohl man Jiu-Jitsu / Ju-Jitsu oft zu den Kampfsportarten zählt, ist das traditionelle Jiu-Jitsu / Ju-Jitsu kein Sport, sondern vielmehr eine Kunst der Selbstverteidigung und eine Lebenseinstellung. Eine Kunst sich auch gegen kräftemäßig überlegene Gegner zu behaupten.

Techniken

Das moderne Jiu Jitsu versteht sich als „offener Stil“, d.h. es werden ständig Techniken aus anderen Stilen adaptiert, von denen angenommen wird, dass sie den Zwecken des Jiu Jitsu dienlich sind. Dadurch hat es eine sehr große Bandbreite, innerhalb derer der Schüler seinen ganz persönlichen Stil entwickeln kann. Er kann im Jiu Jitsu auf individuell-experimenteller Basis ein auf seine Belange zugeschnittenes Jiu Jitsu entwickeln, dass aus jenen Elementen und Techniken besteht, mit denen er selbst am besten zurecht kommt.

Die Effizienz beruht darauf, dass empfindliche Stellen am gegnerischen Körper mittels raffinierten Hebel-, Schlag-, Stoß-, Wurf- und Nervendrucktechniken angegriffen und immobilisiert werden.
 

Jiu Jitsu beinhaltet; Fall-, Roll- und Ausweichtechniken, Wurftechniken, Hebel- und Würgetechniken, Schlag-, Stoss- und Blocktechniken, Bodenkampf-Techniken, Abwehr von bewaffneten und unbewaffneten Angriffen.

Jiu Jitsu ist als Kampfkunst mehr an der Persönlichkeitsentwicklung des Einzeln interessiert als einer festgelegten Bewegungsform, die möglichst perfekt vorzuführen ist. Deshalb werden beim Jiu Jitsu anders als in anderen Kampfsportarten, nicht immer eine bestimmte Abwehr gegen verschiedene Angriffe, sondern verschiedene Abwehren gegen bestimmte Angriffe gelehrt, was die individuelle Fertigkeit des Einzelnen zu Tage treten lässt.

Aspekte des Jiu-Jitsu

Selbstverteidigung

Das ursprüngliche, aber auch aktuelle Thema des Jiu-Jitsu. Das Üben im Jiu-Jitsu soll die Chancen erhöhen, eine Notsituation erfolgreich zu meistern.

Kunst

Der Kunstaspekt im Jiu-Jitsu kommt dort zum Ausdruck, wo heiter, aber unerbittlich geübt wird, bis die Technik fehlerfrei gelingt (zum Beispiel bei einer Kata = festgelegte Form). Im Training wird zwar ernsthaft geübt, aber es handelt sich nicht um den Ernstfall. Wir spielen möglichst gut unsere Rolle als Angreifende, Abwehrende oder Helfende.

Sport

Das Jiu-Jitsu Training stellt vielseitige Anforderungen in allen Leistungsbereichen (Kondition, Koordination, Beweglichkeit, Kognition, Emotion, ...).

WARUM JIU JITSU?

Die Vorstellung, einem Raubüberfall, einem tätlichen Angriff oder einer Vergewaltigung schutzlos ausgesetzt zu sein, beunruhigt nach Erhebungen von Meinungsforschungsinstituten in steigendem Maße immer mehr Menschen und läßt die Nachfrage nach käuflicher Sicherheit ansteigen. So werden z.B. vermehrt erlaubnisfreie Verteidigungswaffen, wie Gaspistolen oder Elektroschockgeräte erworben, um ein subjektives Gefühl der Sicherheit zu erhalten.
Wird die neu erworbene Verteidigungswaffe in den ersten Tagen nach dem Kauf noch mehr oderweniger regelmäßig mitgeführt, stellt sich bei vielen Leuten nach kurzer Zeit ein zweifelndes Gefühl ein ("mache ich mich lächerlich?", "wie soll ich dieses Monstrum unauffällig bei mir tragen?").

Angriffe kommen meist unerwartet; oft führt man gerade dann ("ausgerechnet heute") seine Neuerwerbung nicht bei sich oder wird sogar infolge mangelnder Übung vom Angreifer entwaffnet und mit der eigenen Waffe attackiert. Als Alternative bietet sich das Erlernen einer Kampfsportart an, oft aber liegt der Schwerpunkt der Ausbildung auf der Variante Sport und dient der Teilnahme an sportlichen Wettkämpfen oder Vorführungen, die sich nach dem strengen Wettkampfreglement der verschiedenen Kampfsportdisziplinen (Einteilung in Gewichtsklassen/ Trennung nach Gürtelstufen / Trennung Männer und Frauen/ verbotene Aktionen) richten und für den fairen sportlichen Zweikampf unter Aufsicht von Schiedsrichtern ausgelegt sind. Selbstverständlich stellt ein junger, körperlich hervorragend trainierter Wettkampfsportler für einen Angreifer "keine einfache Sache" dar; diese Fähigkeiten müssen jedoch aufgrund der angewandten sportlichen Techniken mit hohem Trainingsfleiß und Fitnessgrad ständig aufs Neue erarbeitet und erhalten werden.

Für den durchschnittlichen Bürger ist dies keine praktikable Lösung und die Mitgliedschaft in einem Kampfsportclub allein kann sportliche Höchstleistungen leider nicht ersetzen.

Dieses Problem wurde in Fachkreisen erkannt. Inzwischen setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, einen Trennungsstrich zwischen Kampfsport und Selbstverteidigung zu ziehen und einer Vermengung entgegenzuwirken. Auf der Suche nach effizienten Selbstverteidigungssystemen waren und sind auch heute noch manche Ausbildungsstätten geneigt, aus technischen Eigenkreationen, die den verschiedenen Kampfsportarten entlehnt wurden, ein "modernes" Selbstverteidigungssystem zu "erfinden". Diese Erfindungen haben alle die gleichen Wurzeln - sie wurden an "grünen Tischen" und in Turnhallen erschaffen und selten in wirklichen Ernstfallsituationen einer Bewährungsprobe unterzogen; die spielerische / sportliche Komponente überwiegt fast immer.

Um dieser Tendenz entgegenzuwirken, wies vor wenigen Jahren ein hochrangiges Fachgremium asiatischer und europäischer BUDO - Großmeister darauf hin, alte Kampfkünste, die im kriegerischen Mittelalter Japans entwickelt wurden und in den zahllosen Auseinandersetzungen dieser Epoche ihre Existenzberechtigung unter Beweis stellten, für die heutigen Bedürfnisse wieder nutzbar zu machen.

Im Gegensatz zu den akrobatischen Show-Aktionen vieler Kung-Fu- und Karatefilme wird beim Jiu-Jitsu der Effekt durch wenige unspektakuläre Bewegungsabläufe erreicht und ermöglicht dadurch körperlich unterlegenen oder sportlich wenig geübten Personen durch geschickt angewandte Technik eine praxisgerechte Alternative. Darüber hinaus ist Jiu-Jitsu geeignet, einfache Angriffe sehr effektiv abwehren zu können; ein Umstand, den sich der nicht am Hochleistungssport orientierte "Durchschnittsmensch" nutzbar machen kann.
 

Bei längerem Training kann Jiu-Jitsu als eines der effektivsten Kampfsysteme bezeichnet werden, das heute noch praktiziert wird.
 

Während die Ausübung von Selbstverteidigung das persönliche Reaktionsvermögen schult, Kondition und Bewegungskoordination verbessert, sowie durch den Abbau persönlicher Ängste ein selbstsicheres Auftreten bewirkt, ist BUDO als Teil des Lebens zu verstehen. Das Betreiben - besser Leben - von BUDO geht weit über die bloße Anwendung von Verteidigungstechniken hinaus und stellt einen persönlichen Weg dar, der dem nur nach einer effizienten Selbstverteidigung suchenden Menschen nicht "automatisch mitverkauft" werden kann. Selbstverteidigung ist eine Fertigkeit. Eine seriöse Schule sollte in der Lage sein, beiden Ansprüchen gerecht werden zu können.
Angebote, "in 24 Stunden unbesiegbar zu sein", sind Mogelpackungen und stehen ernsthaften Interessenten nicht zur Diskussion.

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